Talsohle durchschritten

Zuchtpferdebestand

Im Gegensatz zum Oldenburger Verband ist der allgemeine Abwärtstrend in der deutschen Pferdezucht noch nicht vollends gebrochen. „Von einer Trendwende würde ich noch nicht sprechen, wohl aber von einer Stabilisierung“, beschreibt Theodor Leuchten, Vorsitzender des FN-Bereichs Zucht, die Situation.

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<div“> <div“> <div“> <div“> Die „Gewinner“ des Jahres sind aber die Warmblutrassen. Hier stieg nicht nur der Stutenbestand von 54.034 auf 54.126, sie sind auch hauptverantwortlich für das Mehr an Bedeckungen und Fohlen. Insgesamt wurden 23.422 Warmblutfohlen (2014: 22.268) gezählt. Ein Trend, der sich, wenn auch langsam, fortzusetzen scheint, denn auch 2016 ist bei 29.425 Bedeckungen (2014: 29.308) ein weiterer Zuwachs an Fohlen zu erwarten. Um 5,4 Prozent auf 2.682 gestiegen ist außerdem die Zahl der Hengste. <div“>„Es sieht so aus, als sei die ‚Überproduktion‘ der letzten Jahre nun langsam abgebaut. Im Gegenteil, es werden überall talentierte Pferde für die Auktionen gesucht“, sagt Theodor Leuchten. Sein Appell an die Züchter: Gesunde, leistungssichere Stuten aus abgesicherten Stutenstämmen belegen zu lassen – am besten von leistungsgeprüften, bewährten Hengsten. Dabei weist er auch darauf hin, dass die gegenwärtigen Züchter nicht ausschließlich den wirtschaftlichen Aspekt in den Vordergrund stellen: „Züchten hatte schon immer und hat bei einer sich ändernden Züchterschaft auch mit Passion und Freude am Pferd zu tun“, so Leuchten. <div“>Im Vergleich zu den Warmblutrassen bewegen sich die Zahlen bei den Ponys und Kleinpferden weiter abwärts. Insgesamt lagen die eingetragenen Ponyzuchtstuten mit 19.846 (2014: 20.287) Stuten um rund 2,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, die Anzahl der eingetragenen Ponyhengste verringerte sich um 2 Prozent auf 3.510 (2014: 3.583) Hengste. Dieser Trend setzt sich auch mit Blick auf die Bedeckungszahlen fort, die von 9.701 im Jahr 2014 auf 9.638 weiter zurückgegangen sind. Eine positive Entwicklung zeichnet sich lediglich bei den Deutschen Reitponys ab. Mit 4.872 Zuchtstuten (2014: 4.836) bleibt das Deutsche Reitpony die populationsstärkste Rasse unter den Ponys und Kleinpferden, gefolgt vom Islandpferd, dessen Stutenstand sich bei 4.801 Stuten weitgehend konsolidiert hat (2014: 4.808). <div“>Über alle Rassen hinweg betrachtet, ist die Zahl an Zuchtstuten noch immer rückläufig. Sie sank 2015 um rund 1,6 Prozent auf 81.934. <div“>Alle Zahlen sind im FN-Jahresbericht 2015 zu finden, der ab Ende April im FN-Shop unter www.pferd-aktuell.de heruntergeladen werden kann. FN </div“></div“></div“></div“></div“></div“></div“></div“></div“>