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CC-Vorschriften
06.12.2016  

Änderung für Pferdepensionsbetriebe

Das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellte hinsichtlich der CC-Überprüfung von Pferdehaltung klar, dass die Eigentümer/Pferdebesitzer verantwortlich sind für den Nachweis tierärztlicher Behandlungen, die von ihm veranlasst werden. Die landwirtschaftlichen Pensionspferdebetriebe können dafür nicht in die Verantwortung genommen werden.
Ende November 2016 stellte das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Änderungen bei der CC-Überprüfung der Pferdehaltung vor, die besonders wichtig für die landwirtschaftlichen Pensionsbetriebe sind. Klargestellt wurde, dass die Eigentümer/Pferdebesitzer verantwortlich sind für den Nachweis tierärztlicher Behandlungen (medizinische Aufzeichnungen inkl. Bestandsbuch, Abgabe und Anwendungsbeleg) oder anderer Tätigkeiten, die von ihm veranlasst werden. Die landwirtschaftlichen Pensionspferdebetriebe können dafür nicht in die Verantwortung genommen werden, wenn diese Aufgabenzuordnungen z. B. mittels eines zwischen dem Eigentümer des Pferdes und dem Inhaber des landwirtschaftlichen Betriebes geschlossenen Vertrages oder auch auf andere Weise nachgewiesen werden. Nach wie vor ist es allerdings Sache des Betriebes, sich um die Einhaltung der Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesetzpunkten vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu kümmern. Anders als bei anderen Tierarten, z. B. Schwein und Rind, gibt es beim Pferd außer dem Tierschutzgesetz und den Leitlinien keine zusätzlichen Verordnungen oder Gesetze, die die Haltung der Tiere regeln.
 
Die Leitlinien sind für jeden Pferdehalter und somit auch Pensionsbetrieb eine wichtige Lektüre, sind dort doch viele Ausführungshinweise und Maße für Boxen, Gruppen-  sowie Weidehaltung und allgemeine Haltungsbedingungen vermerkt.   Die Grundlagen für diese Leitlinien finden sich im Tierschutzgesetz. Unter § 2 ist vermerkt: „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
 
1.     muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
 
2.     darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
 
3.     muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“      
 
Ulrike Struck Landwirtschaftskammer Niedersachsen
 

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